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Diagnostik und Einteilung von Knorpelschäden
Diagnostik bei Knorpelschaden und Arthrose
Röntgen
Zur Basisuntersuchung zählen Röntgenaufnahmen des betroffenen
Gelenkes, die in zwei Ebenen aufgenommen werden. Die
Leitzeichen einer degenerativen Gelenkerkrankung können schon
in diesen Standardaufnahmen nachgewiesen werden. Als Ausdruck
der Höhenminderung des Gelenkknorpels verschmälert sich der
Gelenkspalt. Reparative Vorgänge zeigen sich in Form von
Randzacken, den Osteophyten, und als subchondrole Sklerose,
der Verfestigung des Knochens unter der Gelenkknorpel-Schicht.
Achsaufnahmen
Anhand von Achsaufnahmen können Abweichungen der Beinachse
ausgemessen und die mechanische Überlastung z.B. beim O- oder
X-Bein (Genua varum/valgum) bestimmt werden.
Magnetresonanztomographie/Kernspintomographie (MRT)
In der Regel wird vor einen operativem Eingriff eine
Magnetresonanztomographie des betroffenen Gelenks
durchgeführt. Diese ist zur Beurteilung des Knorpelschadens
und zur individuellen Planung der weiteren Vorgehensweise sehr
wertvoll. Besonders geeignet sind MRT-Bilder zur Beurteilung
des subchondralen Knochens unter den Gelenkknorpelschicht,
dessen Schädigung bei der Arthroskopie nicht bestimmt werden
kann. Fettsuprimierte Aufnahmen der MRT-Sequenzen sind
insbesondere zur Darstellung und Abstufung des Knorpelschadens
geeignet.
Einteilung des Knorpelschadens
Im Rahmen der Diagnostik, speziell anhand der
Magnetresonanztomographie, und als Operationsbefund zeigt sich
die unterschiedliche Ausprägung des Knorpelschadens (Chondromalazie),
der in verschiedene Grade eingeteilt wird. Im klinischen
Alltag ist die Outerbridge-Klassifikation gebräuchlich,
die sich am arthroskopischen Befund des Knorpelschadens
orientiert.
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Grad I
intakte Oberfläche mit leichter Erweichung, evt.
zusätzlichen oberflächlichen Rissen und Fissuren
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Grad II
abnormaler Knorpel mit einer Läsionstiefe < 50 % der
Knorpeldicke |
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Grad III
Läsionstiefe > 50 %: Der Knorpeldefekt reicht je nach
Abstufung bis zur Knochenschicht. |
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Grad IV
vollständige Knorpelläsion: Der Knochen liegt komplett
frei – „Knorpelglatze“ |
Risikofaktoren,
die diesen Prozess beschleunigen, sind Übergewicht,
Fehlbelastungen, zurückliegende Unfälle, Gelenkinstabilitäten
und Stoffwechselstörungen. |